13. November 2011

DIE LINKE unterstützt Bürgerprotest am Heidberg gegen die Innenhofbebauung

Zur Öffentlichen Bürgerfragestunde der Bezirksversammlung Hamburg-Nord am 10. November erschienen empörte Anwohnerinnen und Anwohner vom Heidberg und Krohnskamp in Winterhude. Sie forderten eine angemessene Bürgerbeteiligung und die Berücksichtigung ihrer Lebens- und Wohninteressen bei Bezirksamtsentscheidungen über Verdichtung von Wohnraum.

Die Vorgeschichte: Weder das Bezirksamt noch die Eigentümer, Besitzer einer Immobilienfirma, hatten die Anwohner 2009 in Kenntnis gesetzt, dass der Innenhof zwischen Krohnskamp und dem Heidberg mit einem mehrstöckigen Wohnhaus bebaut werden sollte. Trotzdem erteilte das Bezirksamt HH-Nord dem Bauherrn einen positiven Vorbescheid, der dann im Juli in eine Baugenehmigung münden sollte. Erst dann haben die MieterInnen und WohnungseigentümerInnen davon erfahren und waren entsetzt.

Karin Haas, Vorsitzende der Bezirksfraktion DIE LINKE. in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, unterstützte das Anliegen der betroffenen AnwohnerInnen: „Ich kann den Bürgerprotest verstehen. Ich wohne seit fast 30 Jahren in Winterhude Süd. Als ich von dem geplanten Bauvorhaben erfahren habe, habe ich sofort den Ort am Heidberg besichtigt und traute meinen Augen nicht. Wie kann man ernsthaft in Erwägung ziehen, einen begrünten Innenhof zu bebauen, der für Jung und Alt eine Blickoase bietet sowie Spiel- und Erholungsort ist? Eine solche Planung bedeutet einen erheblichen Verlust der Wohn- und Lebensqualität der BewohnerInnen und widerspricht der typischen Blockbebauung in Winterhude mit freien Innenhöfen. Das hätte das Bezirksamt berücksichtigen müssen.

Der Profitmaximierung durch die Besitzer Börner-Kleindienst steht das Gemeinwohl von über 400 Menschen in dem Gebiet zwischen Krohnskamp und Heidberg entgegen“, so Haas weiter, „ mit 14 neu gebauten Wohnungen ist das in keiner Weise aufgehoben. Dass der Gebrauch des Privateigentums sich nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit richten darf, ist grundgesetzlich verankert.“