von Anita Friedetzky
Die Sitzung fand im Kinderbuchhaus (Altonaer Museums) statt, dieses muss um seine Existenz bangen, da die bisherigen Fördergelder einer "Stiftung Maritim" Ende 2009 auslaufen werden. Obwohl das Kinderbuchhaus eng mit Schulen über die ganze Stadt verteilt zusammenarbeitet, bekommen sie von der Schulbehörde und auch von der Kulturbehörde bislang keinerlei finanzielle Unterstützung. Die beiden Festangestellten teilen sich eine Stelle auf niedrigem Lohnniveau und gleichen dies auch noch durch maximales Engagement aus. Der Altonaer Kulturausschuss kann ebenfalls nur ideelle Unterstützung und hier und da Projektmittelunterstützung bieten. Da das Kinderbuchhaus weit über Altona hinaus wirkt, sollte dies aber auch auf Landesebene honoriert und gesichert werden!
Ein Herr Breit vom Kindertheater "Wackelzahn", das im Sommer den Innenhof des Altonaer Rathauses für familienfreundliche preisgünstige Aufführungen nutzen möchte, beschwerte sich - ich finde zu recht - darüber, dass das Vorhaben daran scheitern könnte, dass nun plötzlich unvorhergesehene Kosten für einen zu bezahlenden Wachdienst und einen Toilettenmenschen auf sie zukämen. In anderen Städten seien ihnen, die bislang ohne Bezuschussung ausgekommen seien, immer dergleichen Rahmenbedingungen kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Im Altonaer Rathaus aber sei dem nicht so. (Im Sommer wird das Zeisekino im Rathausinnenhof Kino machen und das Kindertheater könnte die dadurch bereits vorhandene Infrastruktur für Vorstellungen nutzen, dies sei auch schon mit den Zeise-Kinos besprochen und abgemacht).Der Ausschuss ermunterte Herrn Breit, einen Antrag auf ca. 2000 Euro für übrige Rathausnebenkosten zu stellen.
Desweiteren ist die "Kulturetage Altona" in der großen Bergstraße nunmehr beschlussreif und wird auch vom Ausschuss in Gänze unterstützt. Die BV muss darüber noch einmal im Juni abstimmen, was aber, so hoffe ich, kein Problem sein wird, zumal es sich um eine echte Minimallösung handelt. Denn von den über 70 Künstlerinnen wird nur eine Handvoll dieses Angebot nutzen können. Der große "Rest" braucht noch Raum und Nachhaltigkeit. Die LINKE Altona wird dem Antrag dennoch nach dem Motto des berühmten Spatzen in der Hand zustimmen.