Albert-Schweitzer-Schule
Sachverhalt/Fragen Sachverhalt:
Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Schulreform, die vom Senat auf den Weg gebracht wurde und den damit für die Albert-Schweitzer-Schule abzusehenden Veränderungen, die mit der Einführung des Zwei-Säulen-Modells einhergehen werden, bitten wir um Auskunft zu folgenden Fragen:
1) Ist die Teilung der bisherigen Schule in zwei Stufen, gleichbedeutend mit zwei Schulen, nämlich in eine Primarstufe und in die Sekundarstufe I und II, mit jeweils einer eigenen Leitung geplant? Wenn ja: wann ist mit einem entsprechenden Beschluss zu rechnen und ab wann wird dieses Konzept an der Albert-Schweitzer-Schule umgesetzt werden? Wenn nein: wann ist mit einem entsprechenden Beschluss zu rechnen? Hier bitte ich um Datumsangaben.
2)Ist heute bereits erkennbar, dass der Zeitplan bis zur konkreten und flächendeckenden Einführung des neuen Schulmodells nicht eingehalten werden kann? Wenn ja: um welchen Zeitraum handelt es sich?
3)Gibt es Überlegungen, die Albert-Schweitzer-Schule in eine Stadtteilschule und ein Gymnasium umzuwandeln?
4)Die Albert-Schweitzer-Schule betreibt Ihr Konzept, das u.A. ein 10-jähriges gemeinsames Lernen praktiziert, seit vielen Jahren außerordentlich erfolgreich. Beruht Ihrer Meinung nach der Erfolg nicht auf diesem Konzept? Wenn ja: welche anderen Gründe sind Ihrer Meinung nach verantwortlich für diesen Erfolg? Wenn nein: welche Gründe sind Ihrer Meinung nach ursächlich für den Erfolg?
5) Wir bitten um Angabe der Anzahl der Absolventen mit "Abitur" der vergangenen 15 Jahre (Angaben bitte getrennt nach männlichen und weiblichen Absolventen). Wie ist das Verhältnis in % zu den AbsolventenInnen anderer Gymnasien
6)Halten Sie diese Schule für gut eingeführt in Ihrem Einzugsgebiet? Wenn ja: warum zieht man, lt. Presseberichten, eine Zerschlagung in Erwägung? Wenn nein: sind Sie der Auffassung, dass sich durch die Einführung des neuen Modells die Akzeptanz bei der Elternschaft und den Bürger im Einzugsbereich der Schule deutlich verbessert?
7)Besteht grundsätzlich die Möglichkeit, diese Schule, wie auch andere im Bezirk Nord, die ein ähnliches erfolgreiches pädagogisches Konzept verfolgen, von der anlaufenden Neuausrichtung (entspr. dem CDU/GAL- Konzept) auszunehmen? Wenn ja: Welche Bedingungen müssten erfüllt werden? Wenn nein: warum nicht?
8)Der Presse war zu entnehmen, dass weder für dringende Klassenraum-Renovierungsarbeiten noch für einen ergänzenden Neubau Haushaltsmittel freigegeben werden. Werden diese Angaben Ihrerseits bestätigt?
Wenn ja: welche Gründe für die Nichtfreigabe gibt es Ihrerseits?
Wenn nein: Besteht bei den Gebäuden kein Renovierungsbedarf? Besteht darüber hinaus auch kein Sanierungsbedarf? Ist der erwähnte Neubau nicht erforderlich?
Angelika Traversin (DIE LINKE), Peter Heim (DIE LINKE), Helga Kuhlmann (DIE LINKE), Franz-Josef Peiner (DIE LINKE), Angelika Bester (SPD), Wolfgang Kopitzsch (SPD)
Drs. 2778/09 Albert-Schweitzer-Schule
Die Behörde für Schule und Berufsbildung beantwortet die bezirkliche Anfrage wie folgt:
Zu 1., 3. und 7.: Die zukünftigen Primarschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien werden Schulen mit eigens-tändiger Schulleitung und eigenständigen schulischen Gremien. Die Regionale Schulent-wicklungskonferenz (RSK) 14 wird bis Ende Mai 2009 Vorschläge für die zukünftige Schulstruktur mit Primarschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in der Region Langenhorn erarbeiten. Die zuständige Fachbehörde wird auf der Grundlage der Vorschläge der RSK 14 im Juni 2009 über die Standorte der Primarschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien in Lan-genhorn entscheiden.
Zu 2.: Nein.
Zu 4.: Zum Erfolg einer Schule tragen zahlreiche Faktoren bei, die es einzeln auszuwerten und zu gewichten gilt. Dieses ist in der für die Beantwortung einer bezirklichen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit mit vertretbarem Verwaltungsaufwand nicht möglich.
Zu 5.: Die Albert-Schweitzer-Schule führt nicht zum Abitur, sondern endet mit der Jahrgangsstufe 10.
Zu 6.: Nach Auskunft der Albert-Schweitzer-Schule schwankt der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die aus dem direkten Einzugsgebiet stammen zwischen 50% und 70%. Im Übrigen wird die RSK 14 im Mai 2009 im Rahmen der Standortempfehlungen für alle Schulen der Region auch eine Empfehlung für die Albert-Schweitzer-Schule aussprechen.
Zu 8.: Die Schule hat ein eigenes Budget, aus dem in den letzten Jahren neben Instandsetzungs- auch Renovierungsarbeiten vorgenommen wurden. In diesem Jahr wird die Aula der Schule renoviert. Der geplante Ersatzbau für acht Klassenräume in Pavillons ruht zurzeit, um den Ergebnissen der RSK nicht vorzugreifen.
Mit freundlichen Grüßen